August 29, 2007

Obdachlosigkeit auf Japanisch

Weil sie zu wenig Geld für eine richtige Wohnung haben, leben Tausende Japaner einer Untersuchung der Regierung zufolge in Internet-Cafes. Etwa 5.400 Menschen wohnten derzeit praktisch in den rund um die Uhr geöffneten Lokalen, teilte das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag in Tokio mit.
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14 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nach familiären Problemen Zuflucht in den Cafes gesucht hätten. Das durchschnittliche Einkommen der Cafe-Flüchtlinge liegt nach Ministeriumsangaben bei 113.000 Yen [715 Euro] im Monat.
Ein fünfstündiger Aufenthalt in einem Internet-Cafe in Tokio kostet inklusive Verpflegung etwa 3.000 Yen [20 Euro]. Für 200 Yen können Besucher eine halbe Stunde duschen, auch frische Unterwäsche gibt es zu kaufen.
Internet-Cafes als Notunterkünfte | via futurezone |

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August 21, 2007

Das Geld liegt auf der Strasse

manchmal muss man auch etwas danach graben, oder es aus der Wand reissen, aber bitte nicht am Wochenende, da will man ja entspannen!

Die weltweit angestiegene Nachfrage nach Rohstoffen jeder Art führt in unseren sogenannten 'zivilierten' Ländern zu erstaunlichem Erfindungsreichtum beim Recycling. Immerhin hat nun die Deutsche Bahn seit einigen Tagen eine neue Ausrede für ihre permanenten Zugverspätungen:
Kabeldiebe legen Zugverbindung Hamburg-Berlin lahm
Die Übeltäter kamen am helllichten Tag, stahlen Kabel in einem Stellwerk der Bahn - und legten damit den Zugverkehr auf der wichtigen Verbindung Hamburg-Berlin lahm. Noch bis zum Abend müssen Reisende mit Verspätungen rechnen.
weiter lesen ... | via SpOn/wirtschaft |

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Mai 19, 2007

bedingungslose faulheit

Don't believe the hype!
aber mein tiefster Wunsch war immer ein Zweitblog.

Nach tatenlose vollbeschäftigung nun bedingungslose faulheit, so long.

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Mai 17, 2007

Cafe Morgenrot

cafe morgenrot

Es ist schon sonderbar, wenn man in der Frühe mitten in der hardcore City Berlin durch lautes Vogelgezwitscher geweckt wird, aber dazu später.
Eine gute Reise führt den Reisenden am Ende an Orte, die er anfangs erkundet hatte, um deren Besonderheiten nach Tagen des Staunens entdecken zu können. Nach kurzer Zeit in Berlin spüre ich eine schmerzende Ermattung an vielen Stellen meines Körpers, der Moloch ist anstrengend. Wenn ich mein Gepäck am pompösen Hauptbahnhof zwischengelagert habe, werde ich zur Entspannung von Körper und Geist auf einen guten Kaffee in eine kleine Oase fahren, ebenfalls mitten in Berlin.

Das Cafe Morgenrot bietet diesen Inselcharakter im neo-kapitalistischen Umfeld in mehrfacher Hinsicht. Genial ist das vegan/vegetarische Frühstücksbuffet 'Endlos Frühstück'. Erst wusste ich nicht genau, wie ich mit der Preisvorgabe von 4-8 Euro umgehen sollte. Fast vergessen waren solche ein kollektiven Ideen. Nun sind bei einem Frühstück nicht die Gedanken des Küchenchefs wichtig, sondern sein Handwerk. Das versteht er ausgezeichnet, das Schoko Mousse ist ein Traum, aber ich beginne gerade mit dem Ende. Egal, selbst probieren. Sonntags ab 11 H, sonst ab 10 H. Mal sehen, ob ein christlicher Feiertag in der linken Szene wie ein Sonntag behandelt wird.

Das Cafe Morgenrot wird in kollektiver Selbstverwaltung betrieben und sieht sich als Teil linker Strukturen in Berlin. Es "ist ein offener raum für kulturelle und politische veranstaltungen, ein ort, an dem diskussionen geführt werden und sich menschen aus unterschiedlichen emanzipatorischen bewegungen austauschen. daneben bietet das cafe informationen durch zeitungen und zeitschriften, flyer, plakate, einen kostenlosen internetzugang und eine infowand mit aktuellen ereignissen und aktivitäten."

:. Cafe Morgenrot Berlin DE

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April 24, 2007

Ablenkung 2.0

Es sieht so aus, als wüssten wir immer mehr. Und jetzt können wir das alles via Web 2.0 miteinander austauschen und diese Zahlen noch stärker nach oben treiben. "Mehr" heißt "mehr", nicht mehr.

Harald Taglinger versucht die Zeitfalle Web 2.0 zu entlarven, die in Blogs und Mitmach-Maps gehörig Energie schluckt, 'um überhaupt erst einmal durch das tägliche Rauschen an diverse Info-Bits zu kommen.' Die Freiheit der Inhalte im grenzenlos scheinenden Internet hat eine nur wenig differenzierte Vermassung der Inhalte zur Folge. Seine Befürchtung, "dass sich eine Generation im Web durch Mitmach-Trallala im digitalem Müll seinen eigenen Kokon gräbt" kann man auch als sozio-kulturelle Strategie bezeichnen. Die Generation web2.0 ist in unzähligen Communities beschäftigt und vom eigenen Leben abgelenkt, virtuell glücklich.

Taglinger tastet sich pragmatisch über die enorm gestiegene Datenflut an das Phänomen heran, immerhin ist es ein erster Ansatz.
Die 2.0-Überfütterung, Harald Taglinger für | telepolis |

Dem vermeintlichen Hype um die Mitmach-Blase widersprechen auch die aktuellen Zahlen nicht, dass sich nur 0,16% der Besucher von Foto-, Video- und sonstigen Community Portalen aktiv an den Inhalten der Seiten beteiligen. Um die Phrase 2.0 im Gespräch zu halten, inszeniert sich die bloggende Szene gern durch abwechselnde Einladungen zu den von Webkonzernen gesponserten Gesprächsrunden. Mit weiteren Phrasen wie Partizipation 2.0 oder Citizen-Journalism werden treffliche Surrogate geliefert, die die stille Hoffnung einer kommerziellen Teilhabe an der Internet-Torte nicht offenlegen.
via | shortlist |

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März 30, 2006

ca 200 Dinge

, die man im Leben gemacht haben sollte ist in 'Version 2' erschienen.

Jenen Verwirrten, die im 'Supermarkt der Möglichkeiten' bisher keine zuverlässigen Parameter für ein erfülltes Leben gefunden haben, hilft sicher die Liste 200 Dinge auf Rolf's Seiten; mit anschließender Auswertung.
| via hinterding |

An gleicher Stelle finden Sie einen ebenfalls sehr hilfsreichen Brabbel-Generator, der bei jedem Aufruf der Seite Nonsens-Phrasen generiert.
Diese Sätze eignen sich gut für Reden, Ansprachen usw. Obwohl oder gerade weil niemand versteht, worum es geht, werden alle beeindruckt sein und Sie für einen wichtigen und kompetenten Redner halten.
"Konzernierter Handlungsbedarf ergibt sich aus der nationalen Kooperationssubvention"
Genau!

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März 15, 2006

Der 13. Mann ist der richtige

Nach zwölf "Musterungen" wissen Frauen angeblich, wen sie wollen.
weiter... | via Kölner Stadt-Anzeiger |

Vermischtes
11 Mütter treffen sich im 'Club 1058' und suchen den Samenspender ihrer 14 Kinder
weiter... | via Netzeitung |

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März 12, 2006

Digitale Selbstausbeutung

Technik verleitet zur Selbstausbeutung
In Zeiten der fortschreitenden Technisierung aller Lebensbereiche ist Ruhe ein Luxus, den man sich nur noch selten gönnt. Der Segen der ständigen Erreichbarkeit ist für viele längst zum Fluch geworden.

Der Arbeitnehmer von heute ist idealtypisch ständig erreichbar, in verschiedenen Netzen unterwegs, geografisch unabhängig und zeitlich flexibel.
weiter ... | via futurezone.ORF |

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März 01, 2006

Entspannungsmusik für Führungskräfte

Eine Perle am Strand der Esoterik-Insel
Soziale Kompetenz, emotionale Intelligenz, diese sog. Soft-Skills sind es, die eine Führungskraft heute ausmachen. Tanken Sie Kraft, Ausgeglichenheit und Zuversicht. Finden Sie Ihre Insel anspruchsvollster Entspannungsmusik, wo sie loslassen, sich regenerieren. Damit Sie wieder andere begeistern können! Erleben Sie die Eigendynamik Ihrer schöpferischen Kräfte.
| Beschreibung aus esoshop.de |
Vor einer Bestellung sei die Hörprobe empfohlen!

Für Nicht-Führungskräfte sind die schrägen Schwestern Coco Rosie interessanter.

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Januar 02, 2006

Mehr Arbeiten, Deutsche !

race Touareg|foto:ap

"Wir arbeiten in Deutschland insgesamt zu wenig, deutlich weniger als alle Länder, mit denen wir auf den Weltmärkten im Wettbewerb liegen", sagte Hundt (Präsident des BDA, die Red.) im Interview der Woche des Deutschlandfunks.
Insgesamt fasst die NETZEITUNG die alten Arbeitgeber-Argumente auf bestechend naive Weise zusammen:
Mehr Arbeit führt zu höherem Wirtschaftswachstum und dadurch zu mehr Arbeitsplätzen.

In der Frankurter Rundschau beklagt der Migrationsforscher Klaus Bade die zunehmende Abwanderung von Hoch- und Höchst-Qualifizierten ins Ausland, "besonders in die Vereinigten Staaten. Vor allem bei Experten der Informationstechnologie wächst dabei der Trend zur dauerhaften Abwanderung."
Es scheint, die Deutschen haben nicht nur ein Zuwanderungs- sondern auch ein Abwanderungsproblem.

Wo doch seit mindestens einem Hartz IV-Jahr es allen so gut geht, wie es die FAZ in 'Die Mär vom großen Sozialabbau' schreibt: "Die angebliche Sozialkürzung entpuppt sich sogar als größte wohlfahrtsstaatliche Umverteilung seit langem. ... Vor allem für arbeitsfähige Sozialhilfeempfänger hat sich die Situation mit der Einführung des neuen Arbeitslosengeldes II verbessert. Einmalige Leistungen, die sie früher von Fall zu Fall gesondert beantragen mußten, bekommen sie jetzt regelmäßig - dafür wurden die Regelsätze angehoben. Monatlich gibt es also mehr in die Haushaltskasse. Und neben der Regelleistung von 345 Euro im Monat übernehmen die Arbeitsagenturen Miete und Nebenkosten und zahlen die Sozialversicherungsbeiträge."
So Carsten Germis in seinem sicher vielzitierten Neujahrs-Artikel.

Sie werden sich nun sicher fragen, was das Foto mit diesen Texten zu tun hat?
Wenn ich Sie schon mit derart drögen Szenarien der Arbeitswelt zum Jahresbeginn langweilen muss, so konnte ich Sie doch zumindest mit dem schnittigen Bild des Race-Touaregs locken (Foto: Jutta Kleinschmidt im Race Touareg|ap)
Kleinschmidt macht Boden gut |NETZEITUNG|, das ist doch 'mal eine positive Nachricht, oder?

Ich wünsche Ihnen ein buntes, herausfordernd gutes Neues Jahr 2006,
Uwe Haack

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November 09, 2005

Münchner Kokser ziehen die meisten 'lines'

Die Deutschen koksen mehr als bisher vermutet.
Das ergab eine am Mittwoch von "Spiegel Online" veröffentlichte, vom Nürnberger Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung (IBMP) durchgeführte Analyse von Kokainspuren in Flüssen. "Die Ergebnisse zeigen, dass die konsumierten Mengen mindestens mehr als doppelt so hoch sind wie bisherige Veröffentlichungen zeigen", sagte Institutsleiter Fritz Sörgel in Nürnberg-Heroldsberg.
more ... via | ksta |

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Fettfreie Manager

London - Was tun Banker, die im Oktober die höchsten Gewinne seit Jahren eingestrichen haben? An der Börse spekulieren? Partys geben, auf den der Champagner in Strömen fließt? Den Frauen und Freundinnen hochkarätige Klunker kaufen? Mitnichten. Sie investieren, wie der britische „Independent“ meldet, schöne Summen erst einmal in ihren Körper. Denn ihr Lebensmotto, hart zu arbeiten und gut zu dinieren, hat deutliche Spuren hinterlassen: Falten im Gesicht und zu viel Speck auf den Hüften.
more ... via | ksta |
Ich erspare Ihnen dazu ein Bild.

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Oktober 07, 2005

Ab 2020 völlig losgelöstes Arbeitsleben

Brother-Präsident Yuji Furukawa orakelte am Donnerstag auf einer Londoner Tagung: "Das einzige, was an der Zukunft gewiss ist, ist der Wechsel" | via Technology review |.
Die Basis der relativen Gewissheit ist nun die von Brother gesponserte Untersuchung der Future Foundation "The Future of Teleworking". Die Untersuchung stützt sich -- abgesichert durch Literaturrecherchen über den Zeitraum von 1997 bis 2005 -- auf zehn Experteninterviews ... weiter
Faszierend an dieser Untersuchung ist die Aussage vom Chef-Futurologen dieser Studie Paul Flatters, dass der klassische Telearbeiter durch einen neuen Typus ersetzt werde: den FreE-worker. "Wir werden in Zukunft nicht mehr zur Arbeit gehen, sondern einfach einen bestimmten Job erledigen", glaubt Flatters: "Das wird unsere Autonomie vergrößern". Ian Pearson, Chef-Futorologe der British-Telekom, setzt noch einen 'drauf: "Was wir bekommen, ist so eine Art Total-Recall-Technologie. Aber wenn das dazu führt, dass ich mich zu Hause genauso fühle wie an meinem Arbeitsplatz, habe ich damit das Problem gelöst".
Aber meine Herren, bringen Sie in der Aufregung nicht etwas durcheinander, und woher ein derartiger Optimismus?
Es muss heißen : ...dazu führt, dass ich mich an meinem Arbeitsplatz genauso WOHL fühle wie zu Hause, habe ich ein wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Am Ziel bin ich noch nicht!
Einig sind sich offenbar alle, dass es künftig ganz toll wäre, wenn jeder FreE-worker seinen Arbeitsplatz selbst finanziert, das hält den Unternehmen den Rücken für ihre kostenintensiven Zukunftsforschungen und Management-Workshops frei.

Ich finde den Artikel prima, und werde mir noch vor dem Wochenende eine Glaskugel kaufen. Mein Blog ist jetzt ein 'INSTITUT FÜR FREIZEIT- UND ARBEITSFORSCHUNG'.

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