Mai 15, 2008

HARTZ IV SUXX

= HARTZ IV saugt aus

Mit schamlosen Fragen und Plakaten auf denen verstümmelte, gesichtslose Rumpfmenschen um Aufmerksamkeit buhlen, bewirbt der Kölner Stadtanzeiger gerade ein als Frühjahrsbelebung der schwindenden Abozahlen gedachtes online-Quiz. Speziell die Hartz IV -Plakate sind sozial - zynisch und die Menschenwürde verachtend.

Ein gutes Beispiel für die Deutschen Zustände, wie eine Regierungsstudie die von Angst und Unsicherheit geprägte gesellschaftliche Stimmungslage nennt. In der aufkeimenden Disziplinierungs- und Diskriminierungsatmosphäre* kann man sich ungehemmt empörende Kampagnen auf dem Rücken armer Menschen leisten, oder "Diät-Vorschläge" verbreiten, dass sich Arbeitslose locker von 4,25 € (Hartz IV-Tagessatz) gesund ernähren könnten, wie es der Berliner Finanzsenator Sarrazin (SPD) nicht müde wird zu behaupten, während seine Regierung ebenso locker Millionen mit Immobiliengeschäften im Spreebogen verzockt.

Der komplette Artikel ist bei 4SUXX zu finden.

* Peter Grottian
stellt die spannende Frage: "Warum lassen wir die Herrschenden soweit kommen, wo ist unser Widerstand, wo unser ziviler Ungehorsam, wo unser Widerstand, der den Herrschenden weh tut?"

Die Beantwortung überlässt er Heribert Prantl von der SZ, den er zitiert:
... die Disziplinierungs- und Diskriminierungsstruktur bildet als alltägliche Diskriminierung die Brücke Hartz IV. Wer Deutschland am Hindukusch verteidigt muss nicht nur die Militärausgaben ausweiten, sondern durch die Verbreitung von sozialen Ängsten eine terrorismustrotzende und soziale Akzeptanz herstellen.
Oder anders: Hegemonialer Smog militärischen Denkens erzeugt auch tendenziell die soziale Disziplinierung nach Hartz IV - mit Leistungen, die kein menschenwürdiges Leben zulässt, mit hundertausendfachen Zwangsumzügen und privatesten Beschnüffelungsmaßnahmen. 7,4 Millionen Menschen sind betroffen. 2,6 Millionen Kinder sind verarmt. Krieg und sozialer Krieg haben ein gebrochenes, nicht kausales aber strukturelles Entsprechungsverhältnis. Für ein abenteuerliches Kriegs- und Sicherheitsversprechen kann die Demokratie nicht vor die Hunde gehen!

aus der Rede Für mehr zivilen Ungehorsam!, vom 15.09.2007

grafik : 4SUXX | cc license

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August 29, 2007

Obdachlosigkeit auf Japanisch

Weil sie zu wenig Geld für eine richtige Wohnung haben, leben Tausende Japaner einer Untersuchung der Regierung zufolge in Internet-Cafes. Etwa 5.400 Menschen wohnten derzeit praktisch in den rund um die Uhr geöffneten Lokalen, teilte das japanische Gesundheitsministerium am Dienstag in Tokio mit.
...
14 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nach familiären Problemen Zuflucht in den Cafes gesucht hätten. Das durchschnittliche Einkommen der Cafe-Flüchtlinge liegt nach Ministeriumsangaben bei 113.000 Yen [715 Euro] im Monat.
Ein fünfstündiger Aufenthalt in einem Internet-Cafe in Tokio kostet inklusive Verpflegung etwa 3.000 Yen [20 Euro]. Für 200 Yen können Besucher eine halbe Stunde duschen, auch frische Unterwäsche gibt es zu kaufen.
Internet-Cafes als Notunterkünfte | via futurezone |

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August 21, 2007

Das Geld liegt auf der Strasse

manchmal muss man auch etwas danach graben, oder es aus der Wand reissen, aber bitte nicht am Wochenende, da will man ja entspannen!

Die weltweit angestiegene Nachfrage nach Rohstoffen jeder Art führt in unseren sogenannten 'zivilierten' Ländern zu erstaunlichem Erfindungsreichtum beim Recycling. Immerhin hat nun die Deutsche Bahn seit einigen Tagen eine neue Ausrede für ihre permanenten Zugverspätungen:
Kabeldiebe legen Zugverbindung Hamburg-Berlin lahm
Die Übeltäter kamen am helllichten Tag, stahlen Kabel in einem Stellwerk der Bahn - und legten damit den Zugverkehr auf der wichtigen Verbindung Hamburg-Berlin lahm. Noch bis zum Abend müssen Reisende mit Verspätungen rechnen.
weiter lesen ... | via SpOn/wirtschaft |

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Juli 09, 2007

Kinder ohne Väter

Das zerrissene Band. Familie im Wandel
In den westlichen Industrienationen wird mittlerweile jede dritte Ehe oder Partnerschaft geschieden - Tendenz steigend.

In Deutschland sind es fast 230.000 Scheidungen pro Jahr. Jährlich sind 150.000 Kinder davon betroffen. Nach einem Jahr haben über 50% der Kinder keinen Kontakt mehr zu ihren leiblichen Vätern.

Der Buchautor Stephan Mögle-Stadel spricht von dem Parzival-Syndrom einer zunehmend vaterlosen Gesellschaft:
- Was sind die Konsequenzen,
...die Gefahren und Chancen dieser Situation?
- Wohin kann diese Entwicklung führen?
- Was kann die oder der Einzelne tun?

Podiumsdiskussion mit Claus Jummel (Anwalt), Uta König (Journalistin), Stephan Mögle-Stadel (Dipl.Pädagoge, Buchautor), Mathias Wais (Dipl.Psychologe), Moderation: Thomas Martin (Verfahrenspfleger, Mediator)
07.09.2009 , 19 H, Studio Dumont, Breite Str. 72, Köln DE
Eintritt 4,- €
Eine Veranstaltung mit dem Freien Bildungswerk Rheinland
| via culture in space |

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