September 10, 2007

Women

Oscar Wilde brachte es auf eine einfache Formel:

Women are meant to be loved,
not to be understood.


aus der Kurzgeschichte The Sphinx Without a Secret

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Juli 09, 2007

Kinder ohne Väter

Das zerrissene Band. Familie im Wandel
In den westlichen Industrienationen wird mittlerweile jede dritte Ehe oder Partnerschaft geschieden - Tendenz steigend.

In Deutschland sind es fast 230.000 Scheidungen pro Jahr. Jährlich sind 150.000 Kinder davon betroffen. Nach einem Jahr haben über 50% der Kinder keinen Kontakt mehr zu ihren leiblichen Vätern.

Der Buchautor Stephan Mögle-Stadel spricht von dem Parzival-Syndrom einer zunehmend vaterlosen Gesellschaft:
- Was sind die Konsequenzen,
...die Gefahren und Chancen dieser Situation?
- Wohin kann diese Entwicklung führen?
- Was kann die oder der Einzelne tun?

Podiumsdiskussion mit Claus Jummel (Anwalt), Uta König (Journalistin), Stephan Mögle-Stadel (Dipl.Pädagoge, Buchautor), Mathias Wais (Dipl.Psychologe), Moderation: Thomas Martin (Verfahrenspfleger, Mediator)
07.09.2009 , 19 H, Studio Dumont, Breite Str. 72, Köln DE
Eintritt 4,- €
Eine Veranstaltung mit dem Freien Bildungswerk Rheinland
| via culture in space |

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Juni 25, 2007

Cosmische Liebesfeuer

02.09
Cosmische Liebesfeuer

log 57-06-21
"Nicht weil es schwer ist,
wagen wir's nicht,
sondern weil wir's nicht wagen,
ist es schwer."

Lucius Annaeus Seneca prangte regelrecht mit diesen zerbrechlichen Worten über meinen Kontrollinstrumenten, die längst andere Flightcommander überwachten. Mit nahezu 100 Lebensjahren in diesem Lebensabschnitt konnte ich mich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Ich führte diese spezielle Flotte seit mehr als 50 Jahren, und blätterte heute in alten Aufzeichnungen. Im Unterbewusstsein registrierte ich dennoch jede Flugveränderung des Schiffes. Ich sah kurz auf, kurzer Blickkontakt quer durch die Kommandobrücke, Thor antworte ebenfalls nur stumm.

Kurz nach der Trennung von A. hatte ich einige Ablenkung in Sonderprojekten der ESA erhalten, und hastig eine kleine Foto.Video.Installation

BILD : SUBJEKTIV, HALBNAH, NACHT, INNEN
TON : Einsam fliegt der Commander UE J. Hawk seinen All.Energy.Glider in die Tiefen der Unendlichkeit.
Mittlerweile akzeptierte er auch, dass dieser Glider ihn in Sphären brachte, die er noch nicht kannte. Er vertraute zunehmend seinem Gefühl, das hatte er auf seinen langen Flügen gelernt. Und er war froh darüber, dass er sich selbst grundsätzlich nicht untreu geworden war. Ein irdischer Liebeszauber hatte ihn gewandelt, die Arbeit an Worten und Bildern war liegengeblieben.

Der Autopilot stürzt ab, bringt ihn vom Kurs ab, er muss manuell eingreifen

Seine persönliche Hoffnung: Dass man ihm die einfache Wahrheit seines Weges glauben würde. Jetzt begehrte er heisser denn je, und wollte auf dem vorgegebenen Weg Boden wettmachen, ohne sich wieder zu verausgaben. Die Sonne ist so ein wunderbarer Energie.Leitstrahl.


./uturn/sonnenschiff

Etwas Unheimliches war von den früheren XMM-Versuchen bei der ESA zurückgeblieben. An manchen Tagen verzückte mich die Erinnerung, an anderen war es niederschmetternd. Selbst nach 60, beziehungsweise nach 50 Jahren, wie sich heute zeigte.
...
Die schmerzliche Erinnerung an diese und andere Ereignisse liessen mich schon früh zum Hangar meines Sonnenschiffes gehen. Der Fahrer folgte mir im Schritttempo mit der Rikscha. In all den späteren Jahren waren Veränderungen immer noch tiefliegende Brüche; ich ahnte nur, dass die nun folgende irdische Aufgabe sicher reizvoll war, mir aber nochmals alles abverlangte, was ich jemals gelernt hatte, nicht nur in der direkt hinter mir liegenden Lebenszeit. Wir nannten das schon früher croszen, eine sonderbare Fähigkeit aus eigenen und anderen Erfahrungen situative Handlungen abzuleiten. Die hohe Konzentration, die dazu nötig war, führte zu einem ultimativen Körpergefühl, einer emotionalen ganzkörperlichen Erregung und der nachfolgenden totalen Erschöpfung. ...
weiter ... | via teXtdiebe |

preview des zweiten Kapitels aus "Die Konsequenz", UE J. HAWK
©2007 by oolab
foto : LOOK, UE J. HAWK in Marathon, Ehrenfelder Kunstverein 1997, Cologne

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Juli 24, 2006

Erotische Lähmung

Das Joch der Ehe ist so schwer, daß man zwei Personen braucht,
um es zu tragen - manchmal drei

behauptete Alexandre Dumas, der heute vor 204 Jahren geboren wurde. Ein gänzlich anderes 'Frei machen' beschreibt der amerikanische Paartherapeut David Schnarch in seinem gerade in deutscher Übersetzung erschienenen Buch 'Die Psychologie sexueller Leidenschaft' (Passionate Marriage. Love, Sex, and Intimacy in Emotionally Committed Relationships, Henry Holt and Company, New York 2005).

Das Grundproblem vieler Paare sei falsch verstandene Intimität. Sexuelle Intimität setzt nach seiner Meinung die Fähigkeit voraus, sich dem Partner so zu zeigen (und sich dem Partner so zuzumuten), wie man wirklich ist. Das Streben nach Harmonie führt in die erotische Langeweile, dem Zweier-Dilemma nach den ersten verliebten Monaten und Jahren. Erst die Herausbildung eines 'differenzierten Ichs' bedeutet, sich selbst treu zu bleiben - auch wenn Ihr Partner Sie drängt, sich ihm anzupassen. Es braucht Mut und Reife, sich dem Partner mit all seinen Gefühlen und Ausdrucksmöglichkeiten anzuvertrauen; man geht das Risiko ein, daß er darauf nicht mit Entzücken und Empathie reagiert. Aber man hat keine andere Wahl, man muß das ertragen.

David Schnarch lehnt Übungsprogramme zur Wiedererlangung der sexuellen Funktionsfähigkeit, wie sie noch vor Jahren von Masters, Johnson & Co gepriesen wurden, entschieden ab. Dabei verlangten die Übungen vom Partner oftmals eine nicht-fordernde Grundhaltung, die sein eigenes sexuelles Erleben behinderte sowie das Aufkommen einer partnerschaftlichen Intimität und Erotik erschwerte. Schnarchs Ansatz zeigt, daß Liebesbeziehungen zu einer Differenzierung des Selbst herausfordern müssen, um langfristig bestehen zu können. 'Erst wenn Menschen sich davon frei machen, von ihrem Partner bestätigt werden zu müssen, können Sie sich mit allen Facetten zeigen.' Zwei Partner sind zunächst (sexuelle) Individuen, erst in zweiter Linie Partner.

Anfangs verunsichern diese unterschiedlichen Bedürfnisse die eigene Männlichkeit oder Weiblichkeit, lösen Angst aus. 'Es bringt nichts, sich den Wünschen des Partners anpassen und in unehrlicher Weise seinen Erwartungen entsprechen zu wollen. Der einzuschlagende Weg ist, zu lernen, dem emotionalen Druck standzuhalten, den die Partner aufeinander ausüben. Man muß lernen, sich dem Partner gegenüber mit echten Gefühlen zu zeigen und in der Intimität bei sich selbst zu bleiben', beschreibt Jürg Willi im Vorwort den Schwerpunkt des Buches.

Sex mit offenen Augen
Die Bedeutung des partnerschaftlichen Geschlechtsverkehrs liegt weniger in der sexuellen Triebbefriedigung als in einem Kontinuitätsritual der Nähe; mit abnehmender Frequenz nimmt der Leidensdruck der unerfüllten Liebesbestätigung zu. 'Sobald die Verschmelzungsphase einer Beziehung zu Ende geht, ist die Differenzierung wichtig, um die Lebendigkeit der sexuellen Schwingungen zu erhalten. ... Der Austausch von erotischen Schwingungen wird in einer stabilen Paarbeziehung mit der Zeit zu einem Akt des Willens und der Integrität. Erotische Schwingungen sind eine Möglichkeit, beim Sex in jedem Augenblick mit dem Partner im Gleichklang zu sein' beschreibt Schnarch die Tatsache, dass allein 'Zuneigung' gerade im Bett nun mal kein ausreichender oder eindeutiger Wegweiser ist. 'Sie sind nicht Monate oder Jahre zu gestresst für Sex. Wenn Sie Sex und Ihren Partner mögen, können Sie einen noch so fordernden Job haben, und Sie haben abends Lust auf Sex.'

schnarch.amazonFür Schnarch ist die alltägliche Kontaktaufnahme der Partner wichtig, das Aussenden und Empfangen von erotischen 'Schwingungen'. Das ist 'Sex mit offenen Augen' zur besten Sendezeit. An dieser Spannung können nur selbstbewußte 'differenzierte Ichs' arbeiten, wenn der Sex mit dem Partner nicht 'nur ein Boxenstop für die fremd-bestätigte Intimität' gewesen sein soll. Schnarchs Schwergewicht unterstützt mit alltäglichen Beispielen den Weg zu einer erfüllten Liebesbeziehung als einer 'people growing machine', und legt eine erotische Spur in ein wiederentdecktes Verlangen.

Die Psychologie sexueller Leidenschaft
Klett-Cotta 2006
511 Seiten, gebunden, € 29,50 | amazon

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Januar 23, 2006

Betrunken zur Arbeit

Eine neue Biografie erzählt die Geschichte von Attila Ambrus. Der ungarische Bankräuber begegnete dem osteuropäischen Turbokapitalismus der Neunziger mit Verbrechen, für die er als moderner Robin Hood gefeiert wurde.
weiter ...
Von Maik Söhler für die NETZEITUNG

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