Juni 07, 2007

Meine Geliebte

Die folgenden Zeilen habe ich eigentlich 'mal nachmittags bei einem doppelten Espresso geschrieben. Nieselfeuchtes Wetter, etwas einsam im Grundgefühl, downtown. Als sie mir jetzt wieder einfallen, und sie mir ganz nah ist, zupft der Rabe an einem Wurm, scheu fliegt er weg, als ich näherkomme. Reine Vorsicht. Die Amseln begrüssen sich lautstark, einige freche Elstern stören. Es ist kurz nach 6 Uhr morgens, ich werde zum Strand gehen.

rose of yara

Meine Geliebte
hat mich noch nie enttäuscht oder betrogen.
Warum sollte sie auch?

Meine unermessliche irdische Glut.
Eben noch sanft und scheu,
dann heiss und klirrend kalt.

Von unendlicher Liebe
herausfordernd, ja
nie aber fordernd, immer da
that's NATURE.

horny juriMeine irdische goddess hat sehr viel von ihr, wir kennen uns Jahrtausende, gehen gleitend ineinanderüber. Physisch wie emotional, manchmal ganz still. Yara, meine Göttliche, mag es besonders, wenn ich ihr ganz sanft unseren Liebessaft von den Rosenblättern puste. Das macht sie rasend.

Der kleine Juri erfährt danach immer eine Sonderbehandlung, irgendwie nett. Manchmal geht es so bis in den frühen Morgen.

update : deep@night
Meine Schöne schlief noch fest als ich von meinem frühen Strandgang entlang unserer nächtlichen Spielplätze zurückkam. Sie so liegen zu sehen, ich musste mich beherrschen. Der Milchkaffee, den Marie heute Morgen gezaubert hatte, wäre unter anderen Umständen viel zu süss gewesen, er erhielt seine herbe Note durch etwas Zimt. Das war dann schon wieder genial.

yara beachoooh, Yaras Körper- und Seelenmassagen waren nicht nur entspannend, sondern sehr beglückend. Allein eine sanfte Berührung elektrisiert mich selbst nach all den Jahren immer noch so heftig, dass mir heute der Abschied besonders schwer war. Als der Zug langsam aus der Amsterdamer Central Station rollte, überwog bereits das Glück über unsere ozeanisch tief erlebte Liebesbeziehung zweier Seelenverwandten.

Auf der Rückfahrt, noch halb benommen, musste ich mich zum Sundowner in die Boardbar setzen. Im Grossraumwagen des Railshuttles störte eine viel zu laut schwafelnde Führungskraft meine nachsinnenden Gedanken. Es ging um Überstunden, und dass er sie am Wochenende 'gern' machen würde, 'um den Projekterfolg nicht zu gefährden', wie er seinem Chef versicherte. Armer Kerl, 'irgendwann ist jeder für sein Gesicht selbst verantwortlich' hatte ich auf der Hinfahrt bei Camus gelesen.
UE J. HAWK
Commander Freedom Fleet Berlin

Text&Fotos :
from 'Back to Earth - Das Sonnenschiff kehrt zurück', dem letzten Teil der Sonnenschiff-Trilogie und der Fotoarbeit 'moondancer'
cc 2007 by
oolab

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