
So funktioniert Kapitalismus — mit Hilfe und Segen der Kirchen
Das Essener Krupp-Krankenhaus wird plötzlich evangelisch: »Die Dreistigkeit, mit der »Arbeitgeber« — private wie auch öffentliche — die demokratischen Rechte ihrer Beschäftigten mit Füßen treten, kennt offenbar keine Grenzen. Ein aktueller, besonders spektakulärer Fall betrifft das Essener Krupp-Krankenhaus, dessen Geschäftsleitung der erstaunten Belegschaft kürzlich den Übertritt vom Paritätischen Wohlfahrtsverband zum Diakonischen Werk Rheinland bekanntgab. Die Folge: Statt des Betriebsverfassungsgesetzes gelte nun Kirchenrecht, der Betriebsrat sei mit sofortiger Wirkung aufgelöst und auf Neueingestellte werde der für die Beschäftigten schlechtere, kirchliche Tarifvertrag angewendet.« Halleluja! [Junge Welt]
Labels: job, law, religion
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